Klassische Homöopathie
Der Ersttermin dauert in der Regel 1,5 bis 2 Stunden und kostet 130 Euro. Er umfasst die ausführliche Anamnese, die Auswahl des individuell passenden homöopathischen Mittels sowie ein kurzes Telefonat (ca. 15 Minuten) etwa zwei Wochen nach dem Termin zur Verlaufskontrolle und gegebenenfalls zur Anpassung der Verordnung.
Folgetermine dauern in der Regel etwa eine Stunde und kosten 80 Euro.


Heilung durch Ähnlichkeit
Die Homöopathie ist eine der kraftvollsten Methoden der alternativen Medizin und wurde vor über 200 Jahren von dem deutschen Arzt Samuel Hahnemann entwickelt. Ihr grundlegendes Prinzip lautet: Nicht die Krankheit wird behandelt, sondern der Mensch als Ganzes.
Ein homöopathisches Erstgespräch dauert in der Regel 1,5 bis 2 Stunden. Der Homöopath interessiert sich weniger für die Diagnose oder Laborwerte, sondern vielmehr für die individuelle Geschichte des Patienten. Wann genau begann die Krankheit? Welche Ereignisse gingen ihr voraus? Ist der Patient eher kälteempfindlich oder hitzeempfindlich? Welche Vorlieben und Gewohnheiten hat er? Diese scheinbaren „Kleinigkeiten“ sind entscheidend, denn in der Homöopathie gibt es kein Medikament gegen eine Krankheit – sondern ein individuell abgestimmtes Mittel für den Menschen. So kann es sein, dass fünf Patienten mit Asthma fünf unterschiedliche homöopathische Mittel erhalten.
Wie wirken homöopathische Mittel?
Homöopathische Arzneien werden aus Pflanzen, Mineralien oder tierischen Substanzen hergestellt und in einem speziellen Verfahren potenziert – das heißt, sie werden schrittweise verdünnt und energetisch aktiviert. Paradoxerweise stellte Hahnemann bereits vor 200 Jahren fest: Je höher die Verdünnung, desto stärker die Wirkung auf den Organismus.
Die genaue Wirkweise der Homöopathie ist bis heute nicht vollständig geklärt. Im Gegensatz zur Schulmedizin greifen homöopathische Mittel nicht direkt in biochemische Prozesse ein – sie aktivieren vielmehr die Lebenskraft (ein Begriff von Hahnemann) und den Selbstheilungsmechanismus des Körpers. Ein richtig gewähltes Mittel führt nicht nur zur Linderung der akuten Beschwerden, sondern verbessert auch das allgemeine Wohlbefinden: Der Schlaf wird erholsamer, die Energie steigt, emotionale Belastungen lösen sich.


Das Ähnlichkeitsprinzip: „Ähnliches heilt Ähnliches“
Der zentrale Grundsatz der Homöopathie lautet: Similia similibus curentur – „Ähnliches heilt Ähnliches“. Dies bedeutet, dass eine Substanz, die bei einem gesunden Menschen bestimmte Symptome hervorruft, diese bei einem kranken Menschen heilen kann.
Ein Beispiel:
Das homöopathische Mittel Belladonna, hergestellt aus der Tollkirsche, kann bei einem gesunden Menschen Symptome wie hohes Fieber, heiße Haut, gerötetes Gesicht, erweiterte Pupillen und pochende Kopfschmerzen hervorrufen. Genau diese Symptome treten oft bei Fiebererkrankungen auf. Wird nun einem fiebernden Patienten Belladonna in homöopathischer Form verabreicht, hilft es dem Körper, das Gleichgewicht wiederherzustellen – die Beschwerden klingen schnell ab.
Homöopathie als sanfter Weg zur Heilung
Die klassische Homöopathie ist eine sanfte und dennoch tiefgehende Methode, die den Menschen ganzheitlich betrachtet. Sie bietet eine individuelle und natürliche Unterstützung zur Stärkung der Selbstheilungskräfte und hilft nicht nur bei akuten, sondern auch bei chronischen Erkrankungen.